GdP: Belastungen für die Polizei nehmen zu!

Gewerkschaft der Polizei: Werden Politik an ihre Verantwortung erinnern

Kiel/Plön – Mit Sorge blickt die Gewerkschaft der Polizei (GdP) auf die Herausforderungen für die Landespolizei im neuen Jahr. „Die Belastungen für die Polizei werden absehbar merklich zunehmen“, ist sich Sven Neumann, der Vorsitzende der GdP-Regionalgruppe Kiel-Plön, sicher. Insbesondere der G-20-Gipfel in Hamburg werde die Landespolizei und damit auch die Polizeidirektion Kiel mit den Dienststellen in der Landeshauptstadt und dem Kreis Plön personell beanspruchen.

Von größeren Auseinandersetzungen mit militanten Gipfelgegnern sei auszugehen.   „Dann werden die Polizistinnen und Polizisten wieder ihre Haut zu Markt tragen müssen“, befürchtet Neumann. Aber auch auf die Gefahren durch den „Terroristischen Extremismus“.
mit lebensbedrohlichen Einsatzlagen bereite sich die Landespolizei intensiv vor. Das sei bislang nur ein Thema für Spezialeinheiten gewesen. Aktuell seien hier aber sowohl Bereitschaftspolizei als auch die Polizeieinheiten in der Fläche gefordert. Mit einem entsprechenden zusätzlichen Ausbildungs-, Einsatz- und Ausstattungs-Konzept würden diese Einsatzkräfte auf den Ernstfall vorbereitet.

Aber auch ohnedies seien die Anforderungen, Belastungen und Gefahren für Leib und Leben der Ordnungshüter im alltäglichen Funkstreifen- und Einsatzdienst merklich gestiegen. Auch wenn es politisch inzwischen eine Umkehr von einem Personalabbau zu einer zwingend notwendigen personellen Stärkung der Polizei gibt, würden die künftigen Mehreinstellungen in der Polizei erst in den kommenden Jahren wirken, gibt der GdP-Vertreter zu bedenken. „Bis dahin werden die immensen Aufgaben und Belastungen der Polizei vor allem vom aktuellen Personalkörper zu stemmen sein. In Anbetracht, dass die Masse der Polizeibeschäftigten bereits am Limit arbeitet, werden die GdP und deren Personalräte noch näher als bisher bei den Kolleginnen und Kollegen sein“, stellte Neumann gegenüber der Presse fest.

Ihre tägliche Motivation schöpften die Polizistinnen und Polizisten nach Angaben des Polizeigewerkschafters aus dem großen Rückhalt in der Bevölkerung.  „Sie würdigt damit, was von den Kolleginnen und Kollegen geleistet wird, aber auch, dass wir nach wie vor eine Bürgerpolizei sind und auch bleiben wollen“, so Sven Neumann.

Um die anstehenden Belastungen und den damit verbundenen Druck zu schultern, braucht die Polizei aber auch mehr denn je die Rückenstärkung durch die Politik. „Die Gewerkschaft der Polizei wird deshalb nicht müde werden, auch im neuen Jahr die Politik an ihre Verantwortung zu erinnern“, versichert Neumann.

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